Parasiten

Endoparasiten

(Kokzidien, Würmer & andere Darm-Dramatiker)
Sie machen es sich im Inneren des Huhns gemütlich – besonders gern im Magen-Darm-Trakt, aber auch in Organen wie Leber oder Lunge.
Gerade Kokzidien sind echte Spaßbremsen:
Für Jungtiere stellen sie oft eine tödliche Gefahr dar – sobald sie Überhand gewinnen, wird die Aufzucht schnell zum Alptraum.

Ektoparasiten
(Milben, Federlinge & andere nervige Mitbewohner)
Sie leben außen am Huhn – auf der Haut, zwischen den Federn, an Stellen, wo man sie garantiert nicht haben möchte.
Und sie vermehren sich… beängstigend schnell.

Wie merkt man das?
Ganz einfach: Das Huhn sieht aus, als hätte es eine schlechte Woche hinter sich.
Ein paar typische Anzeichen:
*struppiges Federkleid (Bad Hair Day in Extremform)
*kahle Stellen
*permanenter Juckreiz (Huhn im „Ich muss mich kratzen!“–Dauerlauf)
*Abmagerung oder schlechte Gewichtszunahme
*Durchfall, teilweise blutig
*müde, schlappe Tiere
*veränderter Wasserverbrauch
*weniger Appetit
*starkes Wärmebedürfnis, Tiere kuscheln sich untypisch zusammen
*plötzliche Todesfälle (ja, Parasiten können wirklich SO heftig werden)

Viele Hühnerhalter kennen Federlinge & Co. bereits – und oft kommt der Befall schneller als man „Schau Futter“ sagen kann.
Wichtig zu wissen: JEDES Huhn hat im Laufe seines Lebens mal Parasiten.
Das ist keine Schande – es ist einfach Teil ihrer persönlichen „Lebensdramenliste“.

Bei Parasiten gilt: handeln, nicht hoffen!
Ein akuter Parasitenbefall ist kein Wellnessproblem, sondern ein sofortiges Behandlungs-Thema.

Endoparasiten (Innenparasiten)
Behandlungsmöglichkeiten:
*orale Medikamente (direkt über den Schnabel – das beste „Öffne deinen Mund“-Training)
*Aufgusslösungen

ABER:
Nicht jeder Wurm reagiert auf jedes Mittel.
Darum sind regelmäßige parasitologische Kotuntersuchungen extrem wichtig.
Den passenden Wirkstoff wählt – wie immer – der Tierarzt.

Ektoparasiten (Außenparasiten)
Hier helfen:
*Wasch- und Sprühlösungen
*Puder
*Pour-on-Präparate

Auch hier bestimmt der Tierarzt das Mittel der Wahl – nicht der Zufallsgenerator aus dem Internet.

Und ganz wichtig:
Kein Endoparasit des Geflügels ist auf den Menschen übertragbar!
Du kannst also beruhigt weiter Frühstückseier essen, ohne Angst, dass du neue „Mitbewohner“ bekommst.

 


Kokzidiose

Kokzidiose ist eine sehr gefährliche Darmparasiten-Erkrankung, besonders für Küken und Jungtiere.
Verursacher sind winzige Kokzidien, die über Kot aufgenommen werden – feuchte, schmutzige Einstreu ist ideal für ihre Vermehrung.

Typische Symptome
*blutiger oder schleimiger Durchfall
*aufgeplustertes Gefieder
*wenig Appetit, Abmagerung
*Müdigkeit, Apathie
*erhöhte Sterblichkeit bei Jungtieren

Warum so gefährlich?
Kokzidien zerstören die Darmschleimhaut → Nährstoffe fehlen, Blutverlust, Immunsystem bricht ein.
Unbehandelt oft tödlich.

Was tun?
*Sofort zum Tierarzt (Kotprobe)
*Behandlung meist mit Baycox / Toltrazuril
*Alle Tiere im Bestand mitbehandeln
*Stall gründlich reinigen, trockene Einstreu, Futter & Wasser erhöht anbieten

Vorbeugung
*Sauberer, trockener Stall
*Regelmäßig Einstreu wechseln
*Futter & Wasser nicht verunreinigen lassen
*Jungtiere nicht zu früh zu Alttieren setzen
*Bei Bedarf: Impfung der Küken

... mehr über Federlinge & Milben ...

‼️Blut saugende Parasiten beim Huhn – kurz & wichtig

Blutmilben rote Vogelmilbe
Saugen nachts Blut, verstecken sich tagsüber im Stall.
Behandlung mit Exzolt
Vorbeugung: gute Stallhygiene, abnehmbare Sitzstangen, keine Ritzen.

Flöhe
Springen aufs Huhn, saugen Blut, hüpfen danach wieder in Stall & Umgebung.
Symptome: Juckreiz, kahle Stellen, Gewichtsverlust, blasse Kämme durch Blutverlust.
Behandlung: mit Exzolt


Federläuse

(saugen kein Blut, aber gehören oft in den gleichen Kontext)
Juckreiz, kahle Stellen, sichtbare Nissen.
Behandlung: Spray/Puder, Wiederholung nach einigen Tagen.

Federmilben

(keine Blutsauger, aber häufige Ektoparasiten)

Feder wirken „angefressen“, starker Putztrieb.
Behandlung: Befallene Regionen mit Öl bearbeiten, Stall reinigen.

Wichtig:
Gegen alle blutsaugenden Parasiten wie Blutmilben und Flöhe hilft Exzolt.
(Einsatz und Dosierung immer nach Tierarzt-Anweisung!)


 

Wir behandeln unsere Tiere mit Exolt.

Bei Fragen bitte unter 0650 4403030 anrufen!

...nach der Behandlung mit Exolt


Würmer bei Hühnern

 

‼️Würmer beim Huhn – die ungebetenen Untermieter

Bandwürmer (große & kleine)
*Große Bandwürmer: kommen über Käfer, Ameisen, Regenwürmer und Schnecken ins Huhn.
*Kleine Bandwürmer: lieben vor allem Nacktschnecken als Zwischenwirt.
Vorbeugung: Zwischenwirte aus dem Auslauf fernhalten (kein Schnecken-Buffet!).
Symptome: Durchfall, Abmagerung, im schlimmsten Fall gehäufte Todesfälle.

Spulwürmer
Leben im Dünndarm, werden bis zu 7 cm lang – gut im Kot sichtbar.
Können massiven Schaden an der Darmwand verursachen.
Typische Symptome: Durchfall, Abmagerung.
Gefährlich: Darmverschluss durch „Wurmknäuel“ → kann tödlich enden.

Haarwürmer
Winzig – mit bloßem Auge kaum erkennbar.
Bohren sich in die Darmwand, saugen Blut und schwächen das Tier extrem.
Symptome: Durchfall, Abmagerung, Blutarmut, Mattigkeit, Lahmheit.
Bei starkem Befall: seuchenhafte Todesfälle möglich.

Vorbeugung & Behandlung
*Stall sauber & trocken halten, Zwischenwirte fernhalten.
*Regelmäßig Kotproben zum Tierarzt bringen → genaue Diagnose.
*Wurmkur nach Befund – Mittel wird vom Tierarzt bestimmt.

Bei uns in der Anwendung:

👉 Wir entwurmen mit Flubenol.