Seidenhühner – die geborenen Übermütter
Wenn es um Brutlust geht, sind Seidenhühner die Olympiasieger unter den Hennen.
Egal ob Großrasse oder Zwergform – beide sind absolute Vollzeit-Glucken und brüten mit der Hingabe einer italienischen Nonnas.
Selbst empfindliche Eier von Fasanen oder exotischem Ziergeflügel werden diesen lebenden Brutmaschinen anvertraut.
Und sie enttäuschen selten:
Hat eine Seidi Küken, kümmert sie sich wochenlang rührend darum.
6 Wochen Mama-Betreuung? Kein Problem.
8 Wochen? Auch kein Problem.
Manche würden die Küken am liebsten bis zur Einschulung begleiten.
Der kleine Haken an der Flausch-Pracht
Seidenhühner sind so brutwütig, dass viele von ihnen 3–4 Mal im Jahr gluckig werden.
Eier legen?
Zwischendurch vielleicht.
Aber meistens sind sie mit Brüten oder Kinderbetreuung beschäftigt.
Also: Eierproduktion mäßig, Mutterinstinkt maximal.
Und wichtig:
Ein einzelnes Seidenhuhn in einer gemischten Herde?
Bitte nicht.
Sie sind charakterlich… sagen wir… sehr eigen.
Sie fühlen sich nur mit anderen Seidis wirklich wohl und verstanden.
(Flausch erkennt Flausch.)
Ohne befruchtete Eier keine Küken
Hühner legen zwar auch ohne Hahn fleißig,
aber befruchtet sind diese Eier so wenig wie ein Toastbrot.
Ein Hahn ist also die Pflichtausstattung, wenn man Nachwuchs will.
Wer keinen Hahn hält, kann natürlich Bruteier kaufen –
schön beschriftet, ordentlich verpackt und sogar per Post geliefert.
Sehr praktisch: Küken auf Bestellung, ohne Weckkonzert vom Hahn.